24.03.2017

Saerbeck / Berlin,  März 2017

Technik und Forschung in der Praxis: Sanierung einer Trinkwasserleitung DN 225 mit SAERTEX-LINER® H2O am Schöneberger Ufer zur Wasser Berlin International

Unter dem Motto “Technik und Forschung in der Praxis” findet am 30. März 2017 im Rahmen der Fachmesse WASSER BERLIN INTERNATIONAL die Schaustelle „Wasser erleben“ statt. Hier erhalten die Fachbesucher aus aller Welt Einblicke in innovative Rohrleitungsbau-Verfahren. Ein auf dieser Tour vorgestelltes Verfahren ist die Sanierung einer Trinkwasserleitung DN 225 mit dem SAERTEX-LINER® H2O. Anwender ist die Firma Ludwig Pfeiffer Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG.



Die Aufgabenstellung

Die Firma Ludwig Pfeiffer Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG wurde von den Berliner Wasserbetrieben beauftragt, am Schöneberger Ufer Sanierungsarbeiten an einer Trinkwasserleitung durchzuführen. Ziel dieser Baumaßnahme ist es, eine Trinkwasserleitung DN 225 aus Grauguss auf einer Gesamtlänge von ca. 103 m mit dem SAERTEX-LINER® H2O grabenlos zu sanieren. Die Rohrtrasse befindet sich im Randbereich der vielbefahrenen 4-spurigen Straße Schöneberger Ufer in Berlin, so dass eine Auswechslung in offener Bauweise mit einem sehr großen Aufwand verbunden wäre. Um Einschränkungen, die durch Aufgrabungen und großräumige Absperrungen entstehen würden, zu verhindern, ist es seitens der Berliner Wasserbetriebe vorgesehen, einen Schlauchliner aus GFK in einem Abschnitt in die Altleitung durch das Einzugverfahren einzubringen und mittels UV-Licht auszuhärten. Die hochfrequentierte Bundesstraße erfordert eine möglichst schnelle Abwicklung bei gleichzeitig hoher Ausführungsqualität und Sicherheit. In der Trasse liegen zahlreiche Versorgungsleitungen, wie Stromkabel oder Gasleitungen, die eine offene Bauweise zusätzlich erschweren würden. Durch den Einsatz des SAERTEX-LINER® H2O können diese und weitere ungünstige Gegebenheiten außer Acht gelassen werden und gleichzeitig ein den hohen Ansprüchen genügendes Produkt für die Sanierung der Trinkwasserleitung in kürzester Zeit installiert werden. Die grabenlose Sanierung mittels UV-Technologie ist mit minimalem Equipment und niedrigem Kraftstoffverbrauch verbunden: So entsteht nur eine geringe CO2-Belastung. Der werkseitig mit styrolfreiem VE-Harz getränkte Schlauchliner (SAERTEX-LINER® H2O) ist statisch selbsttragend und für den Einsatz in Trinkwasserleitungen nach DVGW W 270 und KTW zugelassen.

 

Aufbau SAERTEX-LINER H2O

Bild 1: Aufbau SAERTEX-LINER® H2O (Quelle: SAERTEX multiCom® GmbH)

 

 

Das Verfahren

Die Fa. Pfeiffer setzt bei dieser Maßnahme auf den SAERTEX-LINER® H2O mit dem Rohrleitungen von DN 200 bis DN 1000 mit Einzugslängen von bis zu 300 m saniert werden. Das Besondere an diesem Verfahren liegt in der schnellen Durchführbarkeit und den hohen mechanischen Eigenschaften bei dünnen Wanddicken. Gemäß DIN EN ISO 11295 kann der SAERTEX-LINER® H2O als Klasse A: eng anliegend – unabhängig – voll statisch belastbar klassifiziert werden. Anwendungen bis 40 bar Betriebsdruck bei gleichzeitig vorliegenden äußeren Erd- und Verkehrslasten sind möglich. Die hydraulische Kapazität der Altrohrleitung wird dank sehr geringer Wanddicken und glatter Innenbeschichtung um ein Minimum reduziert.

  Installation SAERTEX-LINER H2O

Bild 2: Skizze Installation SAERTEX-LINER® H2O (Quelle: SAERTEX multiCom® GmbH)

 

Die Baudurchführung erfolgt in einem Abschnitt. Die Altleitung wird in den Start- und Zielgruben getrennt. Nach einer Hochdruckreinigung, wobei leicht lösbare Ablagerungen beseitigt werden, erfolgt eine erste Kamerainspektion. Die festen Inkrustationen werden mechanisch entfernt. Eine metallisch blanke Oberfläche ist für das Verfahren nicht erforderlich. Mögliche Hindernisse im Altrohr werden mit einem Fräsroboter beseitigt. Danach wird die Altleitung zur Feststellung des Innendurchmessers und der Oberflächenbeschaffenheit kalibriert.

Der SAERTEX-LINER® H2O wird in einem ISO 9001 zertifizierten Werk hergestellt. Hochqualifizierte Mitarbeiter sorgen für eine ständige Überwachung und Dokumentation aller Rohstoffe und Harzmischungen. Hierdurch wird ein hervorragender Standard für den Einsatz im Trinkwasserbereich gewährleistet. Auf der Baustelle erfolgt keine Verarbeitung oder Mischung von Harzen, da der SAERTEX-LINER® H2O bereits im Werk imprägniert wird. Der SAERTEX-LINER® H2O wird in die Rohrleitung eingezogen und mit UV-Licht ausgehärtet. Durch diesen Installationsvorgang ergeben sich folgende unschlagbare Vorteile:

  • Die Innenbeschichtung, die mit dem Trinkwasser in Kontakt kommt, bleibt während der Installation geschützt.
  • Der SAERTEX-LINER® H2O verklebt nicht mit dem Altrohr. Der zeitaufwendige Reinigungsprozess zur Herstellung einer blanken Metalloberfläche ist daher nicht erforderlich.
  • Dank einer patentierten Innenbeschichtung kann die effiziente UV-Härtungsmethode eingesetzt werden. Luftdruck, Aushärtetemperatur und Zustand der UV-Lampe werden während der Installation ständig überwacht und aufgezeichnet. Die Aushärtung wird zudem mittels Video festgehalten.
  • Die Haltbarkeit des SAERTEX-LINER® H2O von bis zu sechs Monaten ermöglicht eine sehr große Flexibilität bei der Baustellenplanung und Installation.

Nachdem die Rohrleitung in ca. 4 m x 2 m großen Baugruben geöffnet und gereinigt wird, wird auf beiden Seiten ein etwa 75 cm langes neues Rohrstück aus Gusseisen oder Stahl vor das Altrohr gesetzt und Flanschadapter oder Aufschweißflansche installiert. Eine Seilverbindung zwischen Start- und Zielbaugrube wird im nächsten Schritt hergestellt. Umlenkrollen sind zwingend an den Start- und Zielbaugruben zu positionieren. Im nächsten Schritt wird die Gleitfolie eingezogen und anschließend der Liner mit max. 5m/min eingebracht. Nach Anbinden der Packer auf beiden Seiten wird der Liner mit Druckluft (ca. 800 mbar) aufgestellt und mittels einer UV-Lichterkette ausgehärtet.

Die Aushärtegeschwindigkeit liegt bei dieser Dimension bei bis zu 96 m je Stunde. Dadurch können Schlauchliner von 300 m Länge problemlos als Tagesleistung eingebaut werden.

Nach dem Aushärtungsprozess werden die Packer entfernt und der Liner bis ca. 12 cm in das vorgesetzte Rohrstück auf beiden Seiten zurückgeschnitten. An dieser Stelle werden Linerendmanschetten mit 3 Stahlringen gesetzt.

Durch die vorher hergestellte Flanschverbindung ist eine problemlose Anbindung an Guss- bzw. Stahlleitungen und gängige Formstücke möglich. Nach der Montage der Endflansche werden eine Druckprüfung im Normalverfahren, eine abschließende Kamerainspektion und die Desinfektion ausgeführt.

Der SAERTEX-LINER® H2O hat nach dem Einbau Neurohrqualität, d.h. er trägt alle Lasten aus Erddruck und Verkehrsbelastung sowie aus dem Innendruck ohne Mitwirkung des Altrohres.

 

Mehr Infos und Anmeldung unter:

www.schaustelle-wasser.de

Autoren

M. Koroschetz, Technischer Leiter Rohrsanierung Ludwig Pfeiffer Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG

matthias.koroschetz@ludwigpfeiffer.com

T. Münstermann, Projektleiter, SAERTEX multiCom® GmbH

t.muenstermann@saertex.com

 

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